Dienstag, 13. August 2024

Privat ist privat.

Brechen der Privatsphäre und des Vertrauens.

Wenn Dinge, die unter 4 Augen besprochen worden sind die Runde machen. 

Dieser Post geht an alle, die nichts für sich behalten können. 

Oft ist es schon vorgekommen, dass Dinge, die ich nur einer Person erzählte, plötzlich einer ganzen "Mannschaft" bekannt war.

Viel zu oft und auch heute noch ein Thema. 

Ich würde gerne mal jene fragen, die alles noch so private einer Person, weiteren anderen Personen erzählen, wieso das eigentlich nötig ist??
Ihr belauscht jemanden oder euch wird etwas im Vertrauen erzählt, und ihr zückt sofort das Telefon oder öffnet WhatsApp und tratscht alles weiter was ihr gehört habt. 
Abgesehen davon, dass ihr nicht nur das Vertrauen einer anderen Person missbraucht, besitzt ihr unteranderem auch keinen Funken Respekt für die Person und dessen Privatleben.
Ihr kompensiert damit höchstwahrscheinlich die eigene Unzufriedenheit mit eurem Leben, tut dies also, um euch selbst besser zu fühlen ( Andere schlecht oder runter reden um sie schlechtdarstehen zu lassen ) und gebt euch selbst somit das Gefühl, ein doch besseres Leben als jemand anderes zu haben.
Aber ist euch klar, was ihr der anderen Person damit antut?? Ihr schadet der Person emotional damit mehr, als ihr zu meinen glaubt.
Desweiteren mindert ihr das Vertrauen der Person.

Die Person begegnet dann irgendwann, irgendjemanden, der mehr über sie weiß als sie selbst zugelassen hätte. 
Er/sie weiß Dinge über die Person, ohne das die Person selbst etwas davon weiß und rennt somit leider nichtsahnend lachend in die Kreissäge, wie man so schön sagt.
Habt ihr euch mal gefragt, wie es für euch wäre??
Wenn ihr vor einer für euch fremden Person steht, und diese Person ganz genau weiß, wie euer Privatleben und Beziehungsleben läuft, obwohl er euch gar nicht kennt und ihr ihn nicht kennt.
Wenn ihr quasi "Ach dass ist ja die/der....." seid, obwohl ihr diesen Menschen noch nie begegnet seid??
Habt ihr euch dass jemals mal gefragt, wie's wohl sein muss??

Stellt euch mal vor, ihr erzählt jemandem etwas im Vertrauen, was sonst niemanden etwas angeht und nur IHR entscheidet, wer, was, wann und wie erfährt und ob überhaupt. 
Und plötzlich macht genau das die Runde, weil ihr entweder belauscht wurdet oder weil jemand, dem ihr vertraut habt, meinte es sofort jemand anderen weiter erzählen zu müssen. Obwohl sich beides ja nicht ausschließt.
Würdet ihr das toll finden und noch Beifallklatschen??

Sowas ist leider mitunter der Grund dafür, dass sich immer mehr Menschen lieber verschließen und nichts mehr erzählen, als sich einfach mal anzuvertrauen.
Das Vertrauen in andere Menschen ist so dünn geworden, dass immer mehr in sich hineingefressen wird weil sie einfach niemandem mehr etwas erzählen wollen, weil immer gleich alles in die Runde gemacht werden muss. 

Wieso muss sowas sein?? Wieso muss man seine eigene Unzufriedenheit damit kompensieren, es anderen noch schwerer zu machen?? Wieso muss man jemanden ein Messer in den Rücken rammen um sich selbst besser zu fühlen??

Belauschen, wen zuhören und am Ende alles weiter erzählen, egal wie privat und intim es auch ist, ist absolut respektlos. 
Da fehlt jeder Respekt vor der Person und der Respekt vor dessen Privatleben/Privatsphäre, und das ist ein absolutes No Go und geht gar nicht!

Stell dir einfach mal vor du wärst auf der anderen Seite. Stell dir mal vor, der andere zu sein. Mit all seinen Gefühlen, mit all seinem Leiden, mit all seinen Problemen und Lasten. 
Stell dir mal vor, du wärst sie/er.


Respektiere deinen Gegenüber und sein Leben, frag ihn um Erlaubnis wenn du etwas erzählen willst, aber tu es nicht einfach als wäre es eine Selbstverständlichkeit, denn es ist SEIN/IHR Leben und nicht deine Entscheidung.

- Demona

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