Dienstag, 1. Juli 2025

Toxische Schwiegereltern.

Ein Phänomen, dass gar nicht mal so selten auftritt.

es gibt einige Studien, die sich mit dem Thema toxische Schwiegereltern und deren Einfluss auf Beziehungen befassen. So fand unteranderem eine Studie der Universität von Michigan heraus, dass etwa 20 - 30% der Eltern ihre Kinder in deren Beziehungen aktiv beeinflussen, indem sie zB. Kritik äußern oder Druck ausüben.

Eine andere Studie der Universität von Texas ergab, dass etwa 15 - 20% der Mütter ihre Kinder in deren Beziehungen manipulieren, indem sie zB. negative Informationen über den Partner verbreiten und/oder versuchen, die Beziehung zu sabotieren.

Dies sind meines Wissens nach "nur" lokale Studien und betreffen nicht die Tendenz weltweit, hierbei kann ich mich aber auch natürlich täuschen. Sollte dies aber wirklich "nur" diese Orte betreffen, so wäre im Vergleich dieser Zahlen, die Tendenz weltweiter Zahlen deutlich höher.

Wie erkenne ich nun toxische Schwiegereltern??:

Pauschale Anzeichen die für ALLE sprechen, gibt es nicht. Allerdings gibt es typische Merkmale, die jedes toxische Elternteil betrifft:

• Konkurrierendes Verhalten. Das Elternteil des Partners vergleicht sich mit dir. Je nach Person, kommt es häufig gerne mal vor, dass dieser dir seinen eigenen Lebensweg aufzwingen will und deinen nicht respektiert. Die Person fällt dir ins Wort, versucht, dein Denken und handeln zu untergraben und sein eigenes durchzusetzen. Er/sie vergleicht seinen Lebensweg mit deinem, indem zB. gesagt wird "Ich habe es damals ganz anders gemacht. Ich habe damals mehr getan als du. So habe ich mich damals nicht verhalten" etc.

• Kontrollbedürfnis: Das Schwiegerelternteil mischt sich systematisch in die Beziehung und Angelegenheiten ein und versucht, die Kontrolle über die Beziehung und beider Personen zu gewinnen.

• Übergriffigkeit: Es wird sich aktiv in die Angelegenheiten des Paares eingemischt und eingegriffen. Unterbricht das Paar zB. beim küssen, mischt in Neckereien mit und unterbricht das Paar aktiv, duldet keine Zärtlichkeiten wie zB. kuscheln des Paares, greift beim kochen zu zweit ein, bestimmt oder stört die Aktivitäten des Paares.

• Manipulation und Gewissen: Das Elternteil kann den Sohn oder die Tochter durch Manipulation und Zuweisung von schlechtem Gewissen beeinflussen. zB. werden hierbei oft Situation oder Erkrankungen genutzt, um den Sohn oder die Tochter Systematisch vom Partner fernzuhalten und ein schlechtes Gewissen zu erzeugen, wenn dieser es wagen sollte mit dem Partner zusammenzuleben. Etwa, man würde das Elternteil im Stich lassen wenn man sich seinem Partner widmen würde. Das Elternteil gibt sich hilfsbedürftig und in vielen Fällen besonders krank, um so an einem Pflichtgefühl des Sohnes oder der Tochter zu "appellieren", welches durch das Verhalten des Elternteils ausgelöst wurde.

• Narzisstisches Verhalten: Das Elternteil spricht schlecht über den Partner oder die Partnerin des "Kindes" und versucht dadurch aktiv, dem Sohn oder der Tochter ein schlechtes Bild über dessen Partner zu vermitteln. Dem Partner wird andauernd Schuld zugewiesen, indem das Elternteil ihm deutlich macht, er könne nichts richtig machen und sei an gewissen Situationen schuld. Es werden selbst die kleinsten Dinge genutzt, um dem Partner das Gefühl zu geben er würde alles falsch machen und sei nicht gut genug. In extremen Fällen wird der Partner vom Elternteil verbal oder körperlich direkt angegangen.

• Überzogene Erwartungen: Das Schwiegerelternteil setzt Erwartungen an den Partner, von dem man weiß das er/sie diese nicht erfüllen kann. Hierbei werden sich gezielt Situationen oder Lebensweisen ausgesucht, die nicht dem des Partners entsprechen und diese dann allerdings von ihm erwartet werden. Beispiel: Das Schwiegerelternteil weiß, dass der Partner des Sohnes oder der Tochter nicht lange rennen kann, so wird dann also erwartet, dass dieser lange rennt. Kann er dies nicht, wovon sich Elternteil genau sicher sein kann, ist er nicht gut genug für den Sohn oder die Tochter.

• Unfähigkeit, die Tochter/den Sohn loszulassen: Das Elternteil hat hierbei oft Schwierigkeiten, den Sohn oder die Tochter loszulassen und ihm/ihr ein eigenes Leben zu ermöglichen. Das Elternteil beginnt zu klammern und auch hierbei mit dem Gewissen des Kindes zu spielen. Hierbei kommt dann Punkt: Manipulation und Gewissen ins Spiel. Hierbei gehen Elternteile dann auch oft so weit, dass sie den Sohn oder die Tochter zu sich in die Wohnung holen und jegliche Zukunftspläne des Paares unterbrechen und somit zu sabotieren. Hierbei wird verhindert, dass der Sohn oder die Tochter mit dem Partner zusammenzieht und mit diesem gemeinsam ein eigenes Leben führt.

Jedes Elternteil kann toxische und manipulative Züge besitzen. Oft untereinander, dass das eine Elternteil bei dem Kind den jeweils anderen schlecht macht und somit die Beziehung zu dem anderen Elternteil zerstört. Genauso oft wird es aber auch in Beziehungen des Kindes ausgelebt und der Partner regelrecht vertrieben. Es ist wichtig, diese Züge zu erkennen und zu unterbinden, bevor es zu emotionalen und psychischen Schäden der Personen kommt. Solch ein Verhalten ist nicht nur für die Beziehung belastend, sondern auch für die Psyche beider Personen.

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Achtet auf euch und auf euren Partner, sowohl die physische als auch psychische Gesundheit steht über allem und sollte in jedem Fall Vorrang haben. Passt aufeinander auf, lasst nicht zu das man mit allen Mitteln versucht euren Partner zu vertreiben. Und ganz besonders: Lasst euch nicht von eurem eigenen Leben abhalten, ihr lebt dieses nur einmal. ❤️‍🩹

• Demona

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